26. Juni 2009 Über 220.000 Tiere für Experimente

Keine Rede von der versprochenen Reduktion

Über 220.000 Tiere für Experimente
Keine Rede von der versprochenen Reduktion

Linz: Die neue Tierversuchsstatistik beweist es wieder einmal: Mit 220.703 Tieren setzt sich der traurige Trend des Einsatzes von schmerzempfindenden Lebewesen in Experimenten fort. Seit 1999 nehmen die Tierversuche in den Laboren Österreichs tendenziell stetig zu. Die Anzahl der Tiere erhöhten sich im Jahr 2008 um 22.589. Die stärksten Zunahmen sind bei den Mäusen (+12%), Hamstern (+347%) und Schweinen (307%)zu verzeichnen.

Vor allem für Forschung & Entwicklung und Gesundheitswesen bzw. Qualitätskontrolle wurden mehr Tiere im Jahr 2008 verwendet. Erschreckend ist, dass trotz der Versprechungen der Politik alleine rund 13.000 mehr Tiere im Bereich Wissenschaft und Forschung eingesetzt wurden.

„Die österreichischen Politiker sind endlich gefordert, nun mehr Förderprogramme für Alternativmethoden zu bewilligen. Versprechungen alleine sind zu wenig“, meint Dr. Harald Schöffl, Vorstandsvorsitzender von zet.

zet beanstandet, dass nach wie vor keine zentrale Tierversuchsdatenbank geschaffen wurde, in der alle in Österreich genehmigten und durchgeführten Tierversuche erfasst werden. Doppelversuche können nicht ausgeschlossen werden und sind sogar sehr wahrscheinlich, da in Österreich 13 verschiedene Stellen für die Genehmigung von Tierversuchen zuständig sind“, erklärt Dr. Harald Schöffl.

zet – Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen setzt sich seit Jahren für die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen ein und betreibt mit dem zet-Life Science Laboratorium ein eigenes Forschungslabor zur Entwicklung von Alternativmethoden.

Bilder und Grafiken liegen im Pressebereich unter www.zet.or.at bereit.

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Agnes Zohner
Tel: 0732 770325 DW 22
zohner@zet.or.at
www.zet.or.at.

 

Download: tvstatistik_2008.pdf (0.18 MB)