HET - System

Standardisierung des HET (Hen´s Egg Test )-Systems zur Validierung für neue biomedizinische Anwendungen

Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist es, das Hühnereitest (HET) - system hinsichtlich seiner Eignung als organismusäquivalentes Testsystem für pharmakotoxikologische Fragestellungen zu charakterisieren.

 

Hintergrund des Projektes

Das bebrütete Hühnerei findet seit langen weite Verbreitung für wissenschaftliche und industrielle Fragestellungen als potentielles Ersatzsystem für in vivo Prüfungen. Der Hühner Ei Test auf der Chorio Allantois Membrane (HET-CAM) wurde entwickelt, den Kaninchenaugenreiztest zu ersetzen. Der Chicken Embryotoxizitäts Screening Test (CHEST) analysiert das teratogene Potential von Chemikalien in frühen Phasen der Embryonalentwicklung. Darüber hinaus kann der Test eine wichtige Rolle als Ergänzungsmethode spielen, um toxikodynamische und toxikokinetische Eigenschaften von Substanzen zu ermitteln.
Der sich entwickelnde Embryo ist in Gegensatz zu Säugerembryonen nicht vom maternalen Organismus geschützt. Das bebrütete Hühnerei ist ein hoch komplexes System, welches schon in einem frühen Entwicklungsstadium als kompetent angesehen wird hinsichtlich der Metabolisierung, Eliminierung und Ausscheidung von Fremdstoffen, ähnlich wie es vom erwachsenen Säugerorganismus bekannt ist. Derartige Studien zur Verteilung von Substanzen im Organismus werden über Blutproben durchgeführt, Metabolismus und Exkretion werden über die Analyse von Metaboliten in der Allantoisflüssigkeit. Verschiedene Phase I und Phase II Enzyme des Fremdstoffmetabolismus sind charakterisiert. Enzymmuster der Leber und Metabolitenmuster in der Allantoisflüssigkeit sind vergleichbar denen des Säugerorganismus. Dies macht den HET äußerst attraktiv für die Entwicklung von alternativen Verfahren für Untersuchungen, bei denen die Toxikokinetik eine bedeutsame Rolle spielt, wie dies auch bei der Mutagenitätsprüfung der Fall ist.
So metabolisiert das bebrütete Hühnerei Promutagene zu Mutagenen und wird daher zurzeit als Alternativmethode zum Rattengenotoxizitätstest validiert.

Auch eine medikamentöse Behandlung von Intoxikationen kann getestet werden.
Einer Intoxikation mit Acetaminophen, welches durch die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies zu Leberschäden führt, kann durch die Gabe von N-Acetylcystein entgegengewirkt werden. Enzymspiegel von SGPT im Blut reduzierten sich Applikation des Antidots signifikant.
 

Finanzierung

Land Öberösterreich

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