


Tierleid ist der Preis der Schönheit
Tierversuche in der Kosmetik sind noch immer aktuell. Tierversuche sind zwar seit 1999 in Österreich an kosmetischen Endprodukten verboten, allerdings werden mit neuen Substanzen - die Bestandteile von Kosmetika werden sollen - weiter grausame Versuche durchgeführt. Hauptsächlich Kaninchen und andere Nagetiere müssen im
- Schleimhautverträglichkeitstest (Draize-Test),
- im Hautreizungstest,
- im LD 50-Test zur Prüfung der Toxizität,
sowie in Versuchen zur Feststellung allergischer Hautreaktionen leiden.
Es wurden bereits Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu diesen grausamen Tierversuchen entwickelt.
Es gibt Alternativen!
Eine Alternativmethode zum Draizetest bietet der sog. HET-CAM-Test, der im zet-Life-Science-Laboratorium weiterentwickelt wird: Der HET-CAM-Test wurde validiert und zusammen mit dem Neutralrot-Aufnahmetest von den deutschen Behörden und der EU als Vorstufe für den Draize-Test anerkannt. Erweist sich z.B. ein Stoff bei der Hühnereimethode als stark reizend, braucht der Draize-Test nicht durchgeführt zu werden. Alle Stoffe, die im HET-CAM-/Neutralrot-Test keine oder nur geringe Reaktionen zeigen, müssen anschließend am Kaninchenauge getestet werden.
Auch der Leuchtbakterientest bietet eine Alternativmethode zum Schleimheitreiztest: Der Test läuft folgendermaßen ab: Die Fähigkeit bestimmter Bakterien zu leuchten, lässt Rückschlüsse auf ihren Stoffwechselzustand zu. Wenn reizende oder ätzende Substanzen zugegeben werden, wird der Stoffwechsel geschädigt und die Leuchtkraft vermindert. Die Menge der Lichtemission der Bakterien ist ein Maß für die Reizwirkung eines Stoffes. Der Leuchtbakterientest ist bereits bei der Überprüfung der Aquatoxizität im Einsatz.
Eine dritte alternative Testmethode stellt der Neutralrot-Auftnahme-Test (NRU-Test) dar: Zellen einer permanenten Mäuseembryo-Zelllinie sind in der Lage, den Farbstoff Neutralrot aufzunehmen. Werden sie durch Zugabe von irritierenden Soffen geschädigt, kann der Farbstoff nicht in die Zelle eindringen. Die Anzahl der angefärbten Zellen gilt als Maß für die reizenden Eigenschaften einer Testsubstanz.
Der HET-CAM-Test wurde validiert und zusammen mit dem Neutralrot-Aufnahmetest von den deutschen Behörden und der EU als Vorstufe für den Draize-Test anerkannt. Erweist sich z.B. ein Stoff bei der Hühnereimethode als stark reizend, braucht der Draize-Test nicht durchgeführt zu werden. Alle Stoffe, die im HET-CAM-/Neutralrot-Test keine oder nur geringe Reaktionen zeigen, müssen anschließend am Kaninchenauge getestet werden.
Die vorgestellten Testverfahren können nicht nur im Bereich der Kosmetik angewandt werden. Sie sind auch für die gesetzlich vorgeschriebenen Giftigkeitsprüfungen geeignet.
Warum werden noch immer Tierversuche für Kosmetik durchgeführt?
Tierversuche können nur durch vorhandene tierversuchsfreie Testmethoden ersetzt werden, wenn der Gesetzgeber diese zur Sicherheitsprüfung anerkennt oder wenn auf den Einsatz neuer chemischer Stoffe verzichtet und stattdessen auf bekannte und bewährte Rohstoffe zurückgegriffen wird. Ein Hauptgrund für die Tierversuche in der Kosmetik liegt allerdings in der weltweiten Vermarktung der Produkte. Nach wie vor schreiben viele Staaten Tierversuche für die Kosmetik zwingend vor. Will eine Firma dorthin exportieren, muss sie diese durchführen. Leider beschränken sich viele Firmen nicht auf die bereits getesteten Substanzen - obwohl dies einfach wäre und den Tieren viel Leid ersparen würde.
Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen über das Thema Tierversuche für Kosmetik.
Bild 1: Flickr, Bild 2: (c) Zohner/Privat, Bild 3: Flickr
