Austrian Inventory of Institutions and Scientists involved in Alternatives to Animal Testing

cand.med.vet. Helmut Appl, cand.rer.nat. Erwin Falkner, cand.phil. Karin Oberer, Dr. Harald Schöffl, Univ.Prof.Dr. Helmut A. Tritthart

Stand der Studie: Dezember 1997

Zusammenfassung

Die Europäische Kommission hat zet als nationales Referenzzentrum beauftragt, einen Überblick über die jeweils nationalen Forschungszuständigkeiten und die Forschungs-aktivitäten, sowie über die möglichen Kooperationen mit universitären, industriellen und sonstigen Forschungseinrichtungen zusammenzustellen.

Die Ergebnisse wurden an das EU-Schwerpunkforschungszentrum ECVAM - European Centre for the Validation of Alternative Methods übermittelt und sollen dazu dienen, mögliche Kooperationspartner sowie Interessenten für verschiedene Ringstudien und Multicenter-validierungsstudien zu finden.

Zielsetzung

Ziel dieser Erhebung war die Darstellung der nationalen Forschungszuständigkeiten, der Forschungsaktivitäten bzw. -schwerpunkte, der involvierten Labors und Wissenschaftler, sowie der möglichen Kooperationspartner und Interessenten für künftige wissenschaftliche Aktivitäten. Darüberhinaus sollten alle mit der Genehmigung und Überwachung zuständigen Behörden aufegelistet werden.

Methodik

Nach Filterung der Adressen erhielten die potentiell möglichen Labors bzw. Forschungs-einrichtungen einen mehrseitigen Fragebogen zur Beantwortung zugesandt. Die zurück-geschickten Fragebögen wurden ausgewertet und die Ergebnisse tabellarisch dargestellt. Der Fragebogen basierte auf dem von ECVAM vorgelegten Fragebogen.

Es ist hier festzuhalten, daß die Beantwortung der Fragebögen auf rein freiwilliger Basis erfolgte.

Die jeweils zuständige Behörde wurde einerseits brieflich und andererseits telephonisch kontaktiert und um Bekanntgabe der zuständigen Ansprechpersonen gebeten.

Ergebnisse

Wie bereits erwähnt, erfolgte die Beantwortung der Fragebögen auf rein freiwilliger Basis. Dementsprechend kann eine derartige Studie einerseits immer nur eine Momentaufnahme darstellen und muß andererseits bis zu einem gewissen Ausmaß den "Makel" der Unvollständigkeit aufweisen.

Trotz aller Freiwilligkeit zeigten sich die im Bereich der Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen tätigen Forscher äußerst kooperativ. So konnten 15 österreichische Universitätsinstitute in das Verzeichnis aufgenommen werden. Die Bandbreite der Forschungsaktivitäten ist äußerst groß, sodaß an dieser Stelle keine detaillierte Darstellung möglich ist.

Aus dem Bereich der Industrie gab es 3 positive Rückmeldungen. Dieses Ergebnis täuscht insoferne etwas, da weitaus mehr Fragebögen zurückgeschickt wurden und zwar mit dem Hinweis, daß in Österreich entweder keine Forschungsaktivitäten in diesem Bereich stattfänden oder es überhaupt keine Forschung gäbe und es sich bei der österreichischen Niederlassung um eine reine Handelsfirma handle.

Interessant ist die Tatsache, daß es außer zet und der MEGAT (Mitteleuropäische Gesellschaft für Alternativmethoden zu Tierversuchen) keine andere NGO gibt, die auf diesem Forschungsgebiet tätig ist. Dies erstaunt insoferne, als daß so manche Werbesendung und so mancher Artikel anderes hätte vermuten lassen.

Im Zuge der Erarbeitung dieser Studie konnten wir im Bereich der zuständigen Behörden eine durchaus interessante Feststellung machen. Gemäß dem österreichischen Tierversuchsgesetz ist für die Genehmigung von Tierversuchen im nichtuniversitären Bereich der Landeshauptmann in erster Instanz zuständig. Je nach Bundesland wurde diese Aufgabe zum Teil völlig unterschiedlichen Abteilungen zugeordnet. Besonders kraß zeigt sich dies in der Zuständigkeit für die rechtliche Beurteilung: Hier finden wir vom Veterinärdienst (OÖ) angefangen bis hin zur Abteilung für Rechtliche Angelegenheiten der Landeskultur und des Wasser- und Schiffahrtswesens (Wien) verschiedenste Zuständigkeiten. Ein Faktum, das es für einen potentiellen Antragsteller nicht gerade leicht macht, sich zurechtzufinden.

 

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